Großwallstadt distanziert Verfolger
Handball-Festival beim TVG
 

So gut ist selbst die Stimmung in mancher Faschingshochburg direkt an den wirklich tollen Tagen zwischen dem 11. November  und dem Aschermittwoch nicht. 2502 Zuschauer feierten begeistert am 11.11. in der Untermainhalle so etwas wie Karneval und freuten sich über den unangefochtenen 34:23 (19:14)-Sieg des TV Großwallstadt gegen den Northeimer HC. Der Gast war erst vor der Spielzeit aus der Oberliga Niedersachsen aufgestiegen, aber ein Blick auf die Tabelle bestätigte, dass sich nach einem Drittel der Spielzeit am Samstag die beiden nach Minuspunkten besten Teams der Liga direkt begegneten.

Ganz maßgeblich zum Gelingen des Abends hatte das neue TVG-Format „ Matchday“ beigetragen. Der „ Matchday powered by Kunzmann“ hatte für eine ausverkaufte Halle gesorgt,. Der langjährige Sponsor hatte ein package gebucht, das neben Produktpromotions auch  2000 Eintrittskarten für die Partie enthielt. Diese konnten die Interessenten nach dem Motto „first come, first serve“  von der neuen TVG Homepage herunterladen und direkt ausdrucken. Bereits mehr als einen Tag vor dem Aufeinandertreffen beider Teams war das Kontingent bis auf das letzte Ticket leergeräumt. Zusammen 2500 Zuschauer sorgten für eine beeindruckende Kulisse und eine lange nicht mehr gekannte Stimmung in Elsenfeld. Zudem hat der TVG um das Spiel herum mit vielen Aktionen wie Informationen zum  crowdfunding, Gewinnspiele und  ein erweitertes food&beverage Konzept ( Bar)  die Zuschauer vor und nach dem Spiel unterhalten und ein richtiges Event ermöglicht.

Ein sehr souveräner Heimauftritt

„Danke an die 2500 Zuschauer! Es war echt schön, vor so vielen Zuschauern zu spielen“, bedankte sich TVG-Rückraumspieler Mario Stark nach den 60 Minuten begeistert. Er und seine Mitspieler hatten von Anfang an die Stimmung in der Halle noch kräftig angeheizt. Gestützt auf einen zu Beginn sehr überzeugenden Torwart Artūrs Kuģis zog Großwallstadt binnen der ersten acht Minuten bis auf 5:1 davon und ließ danach den Gast aus dem südliche Niedersachsen eigentlich zu keinem Zeitpunkt mehr wirklich gefährlich aufkommen. Erfreulich auch, dass gleich zwei der ersten fünf Treffer über den Kreis fielen, und Dino Corak (6) und Jan Blank (1) diesmal überhaupt in Summe für gleich sieben Tore gut waren. Weil zudem Michael Spatz weiterhin großen Torhunger offenbart, spielte Großwallstadt durchaus im Stil einer Drittligaspitzenmannschaft. „Großwallstadt war mindestens eine Klasse besser“, erkannte NHC-Trainer Carsten Barnkothe an, „Bewegung im Rückraum, Kreuzbewegung und Spiel mit dem Kreis – das haben wir alles nicht verteidigen können.“ So wahrte Großwallstadt seine Vorreiterrolle recht mühelos über die Zwischenstationen 7:3, 11:5 und 15:7 bis hin zu einem 19:13-Stand nach der ersten Spielhälfte.

„Ich freue mich nicht nur darüber, dass wir gewonnen haben, sondern auch über die Leistung der Mannschaft“, gab sich Großwallstadts Trainer Manfred Hofmann sehr zufrieden und fügte an: „Hut ab!“ Zumal seine Sieben nicht nur im Sturm überzeugte, sondern auch in der Defensive glänzte. Der mittlerweile eingewechselte Markus Podsendek bewies sich als stärkster Schlussmann des Abends, und seine Vorderleute schränkten wirkungsvoll die Kreise von Außenspieler Sören Lange ein. „Unser Haupttorschütze hat nur zwei Tore aus dem Feld geworfen“, klagte Gästetrainer Carsten Barnkothe, „in den Spielen davor hat er immer um die zehn geworfen.“ Des einen Leid, des anderen Freud: „Wir ziehen momentan schon in der ersten Halbzeit den gegnerischen Mannschaften den Zahn. Unser Problem ist aber manchmal, dass wir dann das Tempo selbst rausnehmen. Hätten wir das heute noch abgestellt, hätte man von einem perfekten Spiel sprechen können“, so Mario Stark mit durchaus auch selbstkritischen Untertönen. Seine Mannschaft hatte dennoch nach dem 31:21 des sich durchtankenden youngsters Tobias Raab erstmals mit zweistelliger Differenz geführt, siegte letztlich sehr überzeugend 34:23 und bleibt damit Tabellenführer.

Der Jahresendspurt 2017 beginnt

Vor Weihnachten stehen jetzt nur noch drei Partien für den Spitzenreiter an. Nächstes Wochenende in Hirschberg, dann in Darmstadt und zum Abschluss am 9. Dezember in Elsenfeld gegen die HSG Hanau.

TV Großwallstadt – Northeimer HC 34:23 (19:13)
TV Großwallstadt: Koppmeier, Podsendek, Kuģis; Spatz 12/7, Geck 2, Eisenträger 2, Blank 1, Raab 1, Schnellbacher 1, Corak 6, Stark 2, T. Spieß 3, L. Spieß 4, Göpfert.
Northeimer HC: Stammer, Gobrecht; Meyer 1, Jöhnk 2, Schlüter, Krebs 1, Lange 7/5, Seekamp 3, Hoppe 1, Haberecht, Gerstmann 7, Strupeit, Berthold 1, Dewald.

Zuschauer: 2502 in der Untermainhalle in Elsenfeld (ausverkauft). – Schiedsrichter: Ekk/Sachtleber. – Siebenmeter: 7/7:5/5. – Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Geck, Eisenträger, L. Spieß – Seekamp zweimal, Hoppe). – Rote Karte: Disqualifikation gegen Krebs (NHC, 53.) nach einem Foulspiel.

Teilen auf