TVG mit neuem Selbstbewusstsein

Großwallstadt hat bislang im November zwei von drei Spielen gewonnen. Nachdem den TVG die letzte Partie zum Ligaersten Coburg schickte, wartet nun eine vermeintlich einfachere Aufgabe. Aber, was ist in dieser Liga schon leicht? Hier gehören Überraschungen offenbar zur Tagesordnung. Dies gilt auch für den VfL Eintracht Hagen, der den TVG am Samstag um 20 Uhr in der Krollmann Arena begrüßen wird.

Zumindest auf den ersten Blick scheinen für den Gast die Chancen, nach der Punkteteilung in Dormagen abermals Zählbares aus der Fremde mitzunehmen, gar nicht einmal so schlecht. Dies liegt zunächst an der Großwallstädter Mannschaft selbst, die zumeist kämpferisch bislang in dieser Runde geglänzt hat, zuletzt aber auch immer wieder spielerisch und taktisch das eine oder andere Highlight zu setzten vermochte. Sie scheint sich zudem mit Tomáš Urban noch einmal nachdrücklich verstärkt zu haben, und eine baldige Rückkehr von Florian Eisenträger und Dino Corak würden dem Team noch weiter in die Karten spielen.

Hinzu kommt, dass es im Mittelfeld der Liga sehr eng zugeht, und im Moment alles darauf hindeutet, dass der Kampf gegen die gleich fünf Abstiegsränge bis weit in die Rückrunde andauern wird. Als 17. der Tabelle hat Großwallstadt momentan gerade einmal magere zwei Punkte Abstand auf Rang elf, der vom TV Hüttenberg gehalten wird. Zwischen den beiden Mannschaften taucht auf Platz 14 auch Hagen auf.

Der VfL Eintracht war im vergangenen Jahr direkt wieder aufgestiegen und hatte letztendlich die Klasse gehalten. Nach einigen Wechseln vor und hinter den Kulissen peilt er nun abermals den Fortbestand der Ligazugehörigkeit an und ist dabei momentan auf einem vielversprechenden Weg. Dieser ist eng mit den Namen Nils Dresrüsse und Jan-Lars Gaubatz verknüpft. Der Torwart und der Rückraumspieler zählen zum Besten, was die Liga zu bieten hat. Aus Großwallstädter Sicht wird das Interesse allerdings sicherlich auch noch zwei anderen Heimakteuren gelten. Im Kader steht nämlich mit Jan König ein charismatischer Spieler, der zu Jugendzeiten auch in der Akademie in Großwallstadt gespielt hat. Ebenfalls noch bekannt sein dürfte der Name Pavel Prokopec. Der Tscheche spielte in der Saison 2014/15 für den TV Großwallstadt im Unterhaus der Liga und ist mittlerweile im Südwestfälischen Co-Trainer.

Den letzten Paukenschlag hat der VfL Eintracht erst hinter sich. Beim als ausgesprochen heimstark geltenden VfL Lübeck/Schwartau setzte sich die Mannschaft von Trainer Niels Pfannenschmidt am Sonntag mit 25:21 durch. Unzweifelhaft der Höhepunkt in der bisherigen Runde des Teams aus Hagen. In eigener Halle fallen die Ergebnisse der Grün-Gelben mitunter kurios aus: So wiesen sie N-Lübbecke oder Hüttenberg in die Schranken, mussten sich andererseits Rimpar, Aue oder Emsdetten geschlagen geben. Tatsächlich sind sie aktuell in der eigenen Krollmann Arena seit mittlerweile drei Spielen ohne Punkte.

Ob der TVG diese Serie nun um eine weitere Niederlage wird verlängern können? So oder so zählt  Michael Spatz zu den Siegern der bisherigen Runde. Der noch in diesem Monat 36 Jahre alt werdende Rechtsaußen wurde am letzten Wochenende nicht nur in heimischer Halle zum „ TVG-Spieler des Spiels“ gewählt, auch die DKB Handball Bundesliga und die „Handballwoche“ sahen ihn als den an diesem Wochenende besten Rechtsaußen der Liga. Derzeit führt Michael Spatz sogar die Torschützenliste an und benötigt aus dem kommenden Spiel lediglich zwei Treffer, um die 100-Tore-Marke zu erreichen.

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