Nach einem Drittel der Saison werden sich sowohl der TV Großwallstadt als auch der am kommenden Samstag in die Untermainhalle nach Elsenfeld reisende Wilhelmshavener HV sehr anstrengen müssen, um auch weiterhin der zweithöchsten Spielklasse anzugehören. Bisher kommt der TVG nach zehn von 38 Partien leider erst auf fünf Pluspunkte, der WHV hat immerhin doppelt so viele Zähler gesammelt und das wird der TVG am Samstag unbedingt ändern.

Unterwegs im Nationaltrikot
Für beide geht es also im ersten Zweitligavergleich darum, wertvolle Punkte gegen den Abstiegskampf zu sammeln. Der Hausherr wird dabei einmal mehr auch auf seine begeisterungsfähigen Anhänger setzen, die bislang schon Gewähr dafür getragen haben, dass bisher nur Meisterschaftskandidat TuS N-Lübbecke beide Punkte aus Elsenfeld mitnehmen konnte. Daneben stehen in der Untermainhalle ein Sieg gegen die Rhein Vikings sowie zwei Punkteteilungen in den Duellen mit Ferndorf und Nordhorn-Lingen zu Buche.

Prinzipiell sind nach den ersten zehn Spieltagen noch viele Mannschaften recht dicht beieinander, und den TVG auf Rang 18 trennen nur vier Punkte von Platz zehn. Zähler, die mit etwas mehr Glück schon angesichts dreier Unentschieden durchaus auf dem Konto des Teams um Trainer Flo Bauer sein könnten.

Aktuell fördert das Selbstvertrauen weiter, dass Florian Eisenträger nach seinem am zweiten Spieltag in Hamm erlittenen Knochenbruch vor einem Comeback steht, und sich der Verein noch einmal vielversprechend verstärkt hat. Tomáš Urban hat jedenfalls bei den ersten Einsätzen sein Potenzial unterstreichen können, und ist möglicherweise genau das Mosaikstück, das dem TVG noch gefehlt hatte. Gleichsam sehr erfreulich und ein kleines Stück weit ärgerlich, dass er in den letzten zwei Wochen, als die Liga pausierte, aber nur bedingt zur Verfügung stand. Genauso wie Schlussmann Artūrs Kuģis mit Lettland, versucht sich nämlich der Linkshänder mit der Slowakei für die nächste Europameisterschaft 2020 zu qualifizieren. Momentan sind beide Teams in ihren Gruppen auf Platz drei und haben somit aktuell noch alle Chancen, im übernächsten Jahr an der in drei Ländern ausgetragenen EM teilzunehmen.

Wilhelmshaven will Ligaerhalt
All dies ist allerdings noch Zukunftsmusik, die Gegenwart reist nun erst einmal vom niedersächsischen Jadebusen an und heißt Wilhelmshavener HV. Wie so viele andere Teams hat auch der WHV bislang eine eher wechselhafte Runde hinter sich. So musste man sich auswärts in Lübbecke, Dormagen und Coburg geschlagen geben, ehe man jüngst ausgerechnet beim bislang so überzeugenden TUSEM Essen gewann. Danach folgte allerdings direkt eine doch eher unerwartete Heimniederlage gegen den HSV Hamburg.

Wobei eine schwierige Runde den Norddeutschen schon von Anfang an prognostiziert wurde. Der Abgang ihres Leistungsträgers Kay Smits nach Dänemark und ein stagnierender Etat dürfen durchaus als Herausforderungen betrachtet werden. Dass sich zudem noch in der Vorbereitung Rechtsaußen Evgeny Vorontsov das Schlüsselbein brach und einige Monate ausfällt, macht die Aufgabe nicht direkt einfacher.

Coburg und Aue folgen dann
Bislang liegt WHV-Trainer Christian Köhrmann jedenfalls mit seiner Prognose sehr richtig, dass es im Abstiegskampf eng zugehen wird. Umso wichtiger sind für alle Mannschaften Punkte in eigener Halle.

Auch mit Blick darauf, dass für den TV Großwallstadt selbst in diesem Kalenderjahr noch einige Härteprüfungen anstehen werden. Hierzu zählen das folgende Auswärtsspiel beim Tabellenführer Coburg und das am Sonntag, 11. November ab 17 Uhr, stattfindende Heimspiel gegen den EHV Aue genauso wie dann noch folgende Auftritte beispielsweise gegen Essen, Lübeck-Schwartau oder Balingen-Weilstetten.

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