Mischung aus Bescherung und Feuerwerk

In und um Großwallstadt heißt es derzeit wohlmöglich nicht warten auf das Christkind, sondern vielmehr ist zunächst die Vorfreude auf den 9. Dezember groß. Auch wenn sich ein Großteil der Mannschaft am zurückliegenden Wochenende auf dem Großwallstädter Weihnachtsmarkt beim Verkaufen von Heißgetränken sehr passabel aus der Affäre gezogen hat, gilt längst schon wieder die ganze Konzentration dem nächsten Punktspiel. Mit Großwallstadt und Hanau treffen nämlich am Samstag, ab 19:30 Uhr in Elsenfeld, Widersacher aufeinander, die man wohl getrost als Mannschaften der Stunde bezeichnen kann.

Hanau sorgt für Aufsehen

Tatsächlich, so möchte man mit einem Augenzwinkern anmerken, scheint derzeit sogar das Saisonziel der HSG Hanau akut gefährdet. Den Klassenerhalt haben sich nämlich HSG-Trainer Patrick Beer und seine Schützlinge zum Ziel gesetzt, zuletzt ist die Mannschaft allerdings im Klassement binnen gerade einmal fünf Spieltagen von Rang neun auf drei emporgeschossen. Dies ist zum einen einer sehr ausgewogenen Spielklasse geschuldet, aber zum anderen auch sehr beachtlichen Leistungen der HSG. Vor allem in eigener Halle ist der Zusammenschluss aus Kesselstadt und Steinheim eine Macht und stellt aktuell mit 15:1-Zählern sogar die beste Heimmannschaft der ganzen Liga. Selbst Tabellenführer Großwallstadt muss sich mit einem weiteren Minuspunkt direkt hinter der HSG einreihen. Zuletzt hat die HSG überhaupt nur eine von sechs Partien verloren, und im letzten Spiel gegen Bad Neustadt war es vor allem Sebastian Schermuly, der sein Tor förmlich vernagelte, und sehr maßgeblichen Anteil am Heimsieg hatte.

Mit dem charismatischen Schlussmann hatte auch der TVG in der zurückliegenden Spielzeit bereits schlechte Erfahrungen gemacht und musste sich im Vorjahr nach einem Erfolg im Hinspiel im Rückspiel recht deutlich geschlagen geben. Hanau, 2016/17 noch Aufsteiger, hat sich allerdings offensichtlich mit dem damals erreichten neunten Rang noch längst nicht zufrieden gegeben und werkelt eifrig, ehrgeizig und professionell an weiteren Höhenflügen. An diesen haben vor allem mit Philipp Reuter und Maximilian Bergold, aber auch Hannes Geist und Laurin Müller, auch einige Akteure Anteil, die früher bereits ein Großwallstädter Trikot getragen haben. Beim TVG blickt man jedenfalls durchaus mit einigem Respekt über die bayerisch-hessische Grenze und ist sich der Schwere der Aufgabe durchaus bewusst.

Großwallstadt selbstbewusst

Gleichwohl will man nun, mit mittlerweile acht Siegen in unmittelbarer Folge im Rücken, das Jahr 2017 sportlich unbedingt mit zwei weiteren Pluspunkten abschließen. In letzter Zeit, so hat man den Eindruck, hat sich das Team mehr und mehr gefunden und ist auch für eine Herausforderung wie die HSG Hanau gewappnet. Großwallstadtzählt dabei natürlich auch wieder auf die Unterstützung seiner Fans und hofft auf eine gut besuchte Untermainhalle, zumal auch im Rahmenprogramm einiges geboten werden wird.

Zuletzt führten die Bemühungen im Großwallstädter Lager ja sogar so weit, dass mit der A-Jugend in der Jugend-Bundesliga und der zweiten Vertretung in der Bezirksoberliga zwei weitere Mannschaften in den Tabellen ihrer Klassen ganz vorne standen. Für die Drittligasieben ist die Lage zwar komfortabel, aber die Spitzenstellung bis ins neue Jahr noch keineswegs gesichert. Zweitligaabsteiger Leutershausen könnte nämlich rein rechnerisch den TVG noch abfangen. Die SGL absolviert im Dezember zwei Partien und liegt momentan zwei Zähler hinter Großwallstadt. Die übrigen Vereine hat die Hofmann-Sieben allerdings schon auf fünf Punkte und mehr distanziert und es schließlich selbst in der Hand, durch einen Sieg gegen Hanau die Tabellenführung bis ins Jahr 2018 zu wahren, wenn Mitte des Monats der Ball wieder fliegen wird und Spiele am 20.1. in Bernburg und am 27.1. gegen Gelnhausen anstehen werden.

Gelungener Jahresabschluss?

Zunächst gilt die ganze Konzentration aber Hanau – einer attraktiven und wahrscheinlich auch packenden und unterhaltsamen Konstellation, mit der der TVG die Vorweihnachtsstimmung weiter anschüren will.

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