Foto: Felix Müller

Es war der fünfte Heimsieg in Folge für den Handball Sport Verein Hamburg. Die Hamburger werden auch kommende Saison wieder in der zweiten Liga antreten. Beim TV Großwallstadt hingegen lagen zuletzt einige Tage des Wartens und Bangens. Das letzte Fünkchen Hoffnung auf den Klassenerhalt war bis vergangenen Freitag noch da. Der Grund: Der abstiegsbedrohte Erstligist VfL Gummersbach hatte bis dato noch keine Lizenz für die zweite Liga erhalten. Er musste eine finanzielle Lücke bis zum 31. Mai schließen. Buchstäblich auf den letzten Drücker erfüllte der VfL diese Vorgabe und die Hoffnung für einen Absteiger auf einen freien Platz in Liga zwei zerschlug sich.
Der Mannschaft des TVG war deutlich anzumerken, dass der endgültige Abstieg sehr an ihr nagte. Hinzu kam, dass mit Dino Corak und Florian Eisenträger zwei wichtige Säulen fehlten. Das Trainergespann Hofmann/Pallach nutzte die Ausfälle, um dem Nachwuchs eine Chance zu geben. Christos Erifopoulos, Antonio Schnellbacher, Thomas Keck, David Wucherpfennig und Joshua Osifo kamen zum Einsatz und machten ihre Sache gut. Trotzdem fehlte in der Abwehr der Zugriff, im Angriff der konzentrierte Drang aufs Tor.
Aber auch beim HSV, der ebenfalls ersatzgeschwächt antreten musste, fehlte der letzte Zug. Doch während die Gastgeber befreit aufspielten, war dem TVG die Last des Abstiegs anzumerken. Bis zum 3:3 (10.) war die Begegnung offen. Danach zogen die Hamburger auf 8:5 davon. Der TVG glich aus, übernahm beim 10:9 (22.) erstmals die Führung und es sah ganz gut aus. Doch es sollte die einzige Führung im gesamten Spiel sein. Zwar blieb die Begegnung in den ersten 30 Minuten ausgeglichen. Eine Wende konnte der TVG dem Spiel trotzdem nicht geben. So ging es mit 15:13 für die Hausherren in die Pause.
Nach Wiederbeginn kam der HSV besser aus der Kabine zurück, erhöhte schnell auf 19:15. Die TVG-Verantwortlichen nahmen die Auszeit. Aber es sollte nicht besser werden. Jan-Steffen Redwitz im Tor hielt gut, konnte aber alleine die Niederlage auch nicht abwenden. Auch die Maßnahme des siebten Feldspielers ging nicht auf. Der HSV nutzte dies, um mehrere Male ins leere Tor einzunetzen. Am Ende stand eine hohe Niederlage und ein enttäuschter Maik Pallach sagte: „Die Niederlage war auch in dieser Höhe verdient, denn der HSV war uns in vielen Belangen überlegen. Die erste Halbzeit war noch vernünftig. Das konnten wir in der zweiten Hälfte nicht mehr fortführen.“ Während beim TVG Michael Spatz mit 6/3 Treffern bester Schütze war, erzielte Kevin Herbst auf der Gegenseite elf Treffer.
Nächsten Samstag kommt der bereits feststehende Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten zum Saison-Halali nach Elsenfeld.

HSV: Rundt (1. bis 28. Minute), Kokoszka; Fick 2, Lackovic, Tissier 2, Weller 6, Axmann 4, Bauer 5, Fortsbauer, Rix 3, Wullenweber, Bergemann 3, Vogt 1, Herbst 11/3.

TVG: Redwitz (1. bis 38. und 53. bis 60. Minute), Kugis; Spatz 6/3, Engels 5, Osifo 1, Erifopoulos, Schnellbacher 2, Hüttmann, Stark 3, T. Spieß 3, Keck 2, Winkler, L. Spieß 2, Göpfert 1, Wucherpfennig 2.

Zuschauer: 3269. – Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro. – Zeitstrafen: HSV 3 (dreimal Vogt); TVG 2 (zweimal L. Spieß). – Besonderes Vorkommnis: Rote Karte nach drei Zeitstrafen für Vogt in der 42. Minute. – Siebenmeter: HSV 4/3 (Redwitz hält gegen Axmann); TVG 4/3 (Spatz scheitert an Kokoszka.

Spielfilm: 1:1 (3. Minute), 3:3 (10.), 8:5 (15.), 8:8 (19.), 9:10 (22.), 11:11 (24.), 15:13 (30.); 19:15 (36.), 24:18 (42.), 27:21 (47.), 30:23 (50.), 34:25 (55.), 38:27 (60.).

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