Foto: Günter Ohlig
Besser hätte der Auftakt in die neue Saison für den TV Großwallstadt nicht laufen können. Mit einem deutlichen und auch in dieser Höhe verdienten 33:21-Sieg fuhren die Schützlinge von Ralf Bader die ersten zwei Punkte in der neuen Spielklasse ein.
Dabei musste der TVG gleich auf vier Spieler verzichten. Jan Winkler, Tom Spieß und die beiden Kreisläufer Jan Blank und Dino Corak mussten aufgrund diverser Verletzungen pausieren. Die verbleibenden Spieler lösten die Aufgabe im ersten Pflichtspiel der neuen Runde sehr souverän und der Sieg war aufgrund der sehr guten zweiten Hälfte auch in dieser Höhe verdient.
Nervöser Beginn
Beide Mannschaften begannen sehr nervös und keine der beiden wusste, wo sie stehen. So war die Begegnung am Anfang etwas zerfahren und die ersten Angriffe auf beiden Seiten gingen daneben. Erst Routinier Michael Spatz versenkte in der vierten Minute den Ball zum 1:0 im Gehäuse. Beim 2:2 in der zehnten Minute nahm der neue TVG-Trainer Ralf Bader seine erste Auszeit, stellte seine Jungs noch einmal neu ein. Anschließend lief es besser und der TVG setzte sich in der 16. Minute erstmals mit zwei Treffern ab (5:3). Leutershausen blieb dran, doch als Marcel Engels das 8:5 erzielte, sahen sich die Gäste gezwungen, die Reißleine zu ziehen. Gebracht hat es nicht viel, denn die Hausherren stockten auf 10:6 dank einem verwandelten Strafwurf von Michael Spatz auf. Die restlichen Minuten bis zur Halbzeit lief es bei den Gastgebern nun besser. Neuzugang Marko Matijasevic bekam seine Einsätze, Marcel Engels half am Kreis aus, machte seine Sache gut und Kapitän Florian Eisenträger und Michael Spatz trieben ihr Team nach vorne, erzielten selbst schöne Tore. So ging es mit 14:10 in die Halbzeitpause.  Zuvor gab es für die Gäste eine Schrecksekunde, denn Rückraumspieler Philipp Jaeger rutschte unglücklich weg und verdrehte sich das Knie und konnte nicht mehr weiterspielen. „Ich habe während des Spiels schon versucht, wieder ein bisschen zu laufen. Ich denke nicht, dass etwas gerissen ist“, sagte Jaeger. Die genaue Diagnose steht aber noch aus. SG-Trainer Schmitt musste zusätzlich auch noch auf Maximilian Rolka verzichten. Er verletzte sich während des Aufwärmens am Oberschenkel.
Tolle zweite Hälfte
Nach der Halbzeitpause kamen die Bader-Schützlinge hochmotiviert aufs Spielfeld zurück. Sie schienen die Nervosität der ersten 30 Minuten in der Kabine gelassen zu haben. Plötzlich standen sie aggressiv in der Abwehr, zeigten sich treffsicher im Angriff und glänzten mit schönen Spielzügen. Innerhalb weniger Minuten wuchs der Vorsprung auf 19:13 und Leutershausen war in jeder Hinsicht unterlegen. Der Gästecoach nahm die Auszeit, wechselte den Torhüter und versuchte es mit dem siebten Feldspieler. Doch die Hausherren waren zu dominant. Mario Stark trumpfte mit sechs Toren in Halbzeit zwei auf, Jan-Steffen Redwitz im Tor war ein starker Rückhalt, Lars Spieß hatte die Abwehr im Griff und beim 26:16 in der 48. Minute war die Messe gelesen. Die SG zog noch einmal die Reißleine. Doch der TVG war nicht mehr aufzuhalten. Beim 29:17 ließ Ralf Bader seine Jungen spielen. Vizeweltmeister Alexander Pfeifer, Thomas Keck, Nils Bergau und David Wucherpfennig bekamen ihre Einsätze und machten ihre Sache gut. Am Ende stand ein ungefährdeter Erfolg und die TVG-Spieler freuten sich zusammen mit ihren Fans über den gelungenen Einstand in die neue Runde. „Am Anfang war die Nervosität hoch. Doch im weiteren Verlauf hat viel zusammen gepasst und ich bin zufrieden“, sagte Bader nach Spielschluss. Auch Frank Schmitt gratulierte dem Gegner und meinte: „Was in der zweiten Spielhälfte passiert ist, kann ich nicht in Worte fassen. Jeder hat unser System verlassen. Mit so einer Leistung hat man in der Spitzengruppe der dritten Liga nichts verloren.“
Nächste Woche muss der TVG beim TV Gelnhausen antreten. Los geht es am Samstag um 19.30 Uhr.
Die Statistik:
GroßwallstadtLeutershausen 33:21 (14:10). –
TVG: Redwitz (1. bis 60. Minute) 1, Ritschel; Keck, Pfeifer, Eisenträger 5, Engels 3, L. Spieß 4, Matijasevic 2, Stark 6, Bergau 1, Spatz 9/4, Hüttmann 1, Wucherpfennig 1.
SGL: Hübe (1. bis 40. Minute, 53. bis 60. Minute), Gärtner; Schreiber 2, Bernhardt 1, Schwarz, Rolka, Stippel 2, Jäger 2, Russ 3/1, Cirac, Schmitt 1, Wagner 3, Seganfreddo, Gerdon 6, Pauli1.
Zuschauer: 734. – Schiedsrichter: Dinges/Schmack. – Zeitstrafen: TVG: 4 (dreimal Engels, einmal Stark); SGL 4 (je einmal Bernhardt, Stippel, Schmitt, Gerdon). –  Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Marcel Engels nach der dritten Zeitstrafe (53.). – Siebenmeter: TVG 4/4; SGL 1/1.
Spielfilm: 1:1 (5. Minute), 2:2 (10.), 3:3 (13.), 5:3 (16.), 6:5 (19.), 8:5 (21.), 11:7 (27.), 13:8 (29.), 14:10 (30.); 15:11 (32.), 19:13 (40.), 23:16 (46.), 26:16 (48.), 28:17 (51.), 31:18 (56.), 32:20 (58.), 33:21 (60.).
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