Foto: Felix Müller

TuS Nettelstedt-Lübbecke – TV Großwallstadt 27:23 (14:11). –

Wieder kann der TV Großwallstadt die big points in der Fremde nicht machen und wieder muss er mit einer Niederlage nach Hause fahren. Bei dem keinesfalls überzeugenden Tabellensechsten TuS Nettelstedt-Lübbecke ließen die Unterfranken am Ende die Punkte liegen und konnten nicht für die Überraschung sorgen.
Die Gäste reisten ohne André Göpfert nach Ostwestfalen. Da auch noch der Top-Torjäger der Liga, Michael Spatz, vom Spiel gegen Hüttenberg angeschlagen war, hatte er seinen Einsatz erst nach 20 Minuten.

Bei den Hausherren verlief diese Saison bisher nicht wie gewünscht und die Aufstiegsträume sind längst ad acta gelegt. Mitte März kamen für Trainer Aaron Ziercke die Interims-Trainer Borgmann und Blazicko. Der frühere TuS-Spieler Heidmar Felixson wurde ebenfalls noch als Interims-Coach installiert und saß am Freitag das erste Mal mit auf der Bank.

Bei den Gästen stand diesmal Arturs Kugis zwischen den Pfosten und dieser machte seine Sache sehr gut. Insgesamt zwölf Paraden konnte er verzeichnen. Die Gäste fanden gut ins Spiel und führten schnell mit zwei bzw. drei Treffern (4:2 und 6:3 – 13.). Rückraumspieler Marcel Engels traf ein ums andere Mal und erzielte in der ersten Hälfte bereits fünf seiner insgesamt sieben Tore. Nach den ersten 15 Minuten agierten die Gäste nicht mehr so konsequent, ließen den TuS stärker werden und schnell stand es 8:6 (19.). Mario Stark erzielte den Anschluss und die Hausherren nahmen die Auszeit. Bis zum 10:10 blieb die Begegnung offen. Danach erlaubte sich der TVG zu viele Ballverluste, brachte damit den Gegner ins Spiel zurück und TuS-Kapitän Jens Bechtloff erzielte per Gegenstoß das 14:10. Doch der TVG gab nicht auf und sorgte mit einem Kempa-Trick (Lars Spieß auf Engels) für den 14:11-Halbzeitstand. TVG-Trainer Florian Bauer sagte daher auch: „Den einzigen Vorwurf, den ich meinen Jungs machen kann ist der, dass sie die Freien nicht untergebracht haben. Bis auf die fünf Minuten kurz vor der Halbzeit, wo wir eine Schwächephase hatten, haben wir gut agiert.“
In der zweiten Hälfte stand im TuS-Tor Peter Tatai. Er kam für den starken Joel Birlehm. Allerdings machte er nach 15 Minuten wieder Platz für Birlehm. Dieser machte es dem Gegner sehr schwer, glänzte unter anderem mit zwei Doppel-Paraden. Die Hausherren hatten bis zur 38. Minute mehr vom Spiel (18:14), doch der TVG kämpfte und glich zum 18:18 (43.) aus. Bis zum 21:21 (54.) war die Begegnung völlig ausgeglichen und der TVG machte sich berechtige Hoffnungen auf etwas Zählbares.
Wieder zogen die Einheimischen davon (23:21). Michael Spatz erzielte per Strafwurf den Anschluss. In Unterzahl gelang dem Ex-TVG-Junioren-Spieler Genz das 24:22. Beim 25:22 nahm Florian Bauer die Auszeit, um die letzten Angriffe zu besprechen. Der TVG ging zur offenen Deckung über, brachte einen zusätzlichen Feldspieler. Doch es nutzte nichts. Am Ende blieben mit 27:23 die Punkte in Ostwestfalen. „Wir haben auch in der zweiten Hälfte eine gute Abwehr gespielt, Arturs im Tor war gut. Doch wir haben es nicht geschafft, Profit daraus zu schlagen“, sagte Florian Bauer. Nicht ganz zufrieden war der Coach mit den Schiedsrichter-Entscheidungen: „E steht nicht zur Debatte, dass wir unsere Freien reinmachen müssen. Aber die fifty-fifty-Entscheidungen sind immer für den Gegner gefallen.“

Nächsten Freitag gastiert der TV Emsdetten in der Elsenfelder Untermainhalle.

Die Statistik zum Spiel:
Nettelstedt-Lübbecke – Großwallstadt 27:23

TuS:
Tatei, Birlehm (1. bis 30. Minute, 45. bis 60. Minute); Genz 2, Walczak 3, Bechtloff 6/2, Gierak 1, Bagaric 1, Strosack 3/2, Rakovic, Spohn 4, Jaanimaa, Schade 1, Orlowski 6.

TVG:
Redwitz (bei zwei Siebenmetern eingesetzt), Kugis (1. bis 60. Minute); Spatz 4/4, Engels 7, Stark 4, Eisenträger, Blank, Erifopoulos, Schnellbacher, Urban 3, Corak 1, T. Spieß, Keck, Winkler 2, L. Spieß 2.

Schiedsrichter: Cesnik/Konrad. – Zuschauer: 1343. – Zeitstrafen: TuS 6 (je zweimal Walczak und Bagaric, je einmal Bechtloff und Orlowski); TVG 1 (Stark). – Siebenmeter: TuS 5/4 (Strosack scheitert an Redwitz); TVG 4/4.

Spielfilm:
1:1 (1. Minute), 2:2 (5.), 2:4 (10.), 3:6 (13.), 6:6 (17.), 8:6 (19.), 9:9 (25.), 10:10 (27.), 14:10 (30.), 14:11 (30.); 15:11 (31.), 18:14 (38.), 18:18 (43.), 19:19 (46.), 21:20 (51.), 25:22 (58.), 27:23 (60

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