Nach dem vergangenen Doppelspieltag war die Stimmung bei TV Großwallstadt sehr trübe und die Spieler waren völlig geknickt. Die Vorgabe, aus zwei Spielen wenigstens zwei Zähler zu holen, wurde nicht erfüllt. Gegen den HSC Coburg spielte der TVG gut auf, verlor unglücklich mit 30:31. Die Hoffnungen lagen auf dem Spiel in Aue. Doch auch hier konnte der TVG nichts Zählbares mit nach Hause nehmen.
Trainer Florian Bauer hatte viel zu tun, um seine Jungs wieder aufzurichten. Denn am Samstag steigt ein richtiges Endspiel um den Ligaerhalt. Gegen den VfL Eintracht Hagen geht es ums Überleben und die Zuschauer werden sicher ein absolutes Abstiegsduell zu sehen bekommen. Die Gäste stehen auf dem 16. Tabellenplatz, der TVG auf dem 19. Das Hinspiel musste der TVG mit 25:30 verloren geben. Bauer: „Am Samstag muss ein Sieg her. Wir wissen, dass es die letzte Chance ist, um hinten rauszukommen. Es wird ein Spiel mit Endspielcharakter.“
Allerdings sehen das die Hagener genauso. Der VfL will unbedingt die Liga halten und Hagens Co-Trainer Pavel Prokopec, der schon das Trikot des TVG getragen hat, sagt: „Derzeit sind wir auswärts sogar besser als daheim. Wir spielen mal so, mal so. Ich erwarte einen klassischen Abstiegskampf, denn beide brauchen die Punkte nötig, beide kämpfen ums Überleben. Da werden Kleinigkeiten entscheiden.“ Coach Niels Pfannenschmidt hat einen sehr guten Kader beisammen, mit den Rückraumspielern Jan-Lars Gaubatz, Sebastian Schneider, Andreas Bornemann oder Tim Stefan routinierte Leute. Auf seine Torhüter Nils Dresrüsse und Tobias Mahnke ist Verlass. Außen Jan König, der ebenfalls in Großwallstadt kein Unbekannter ist, spielt seinen Part gut. Trotzdem haben die Gäste die letzten vier Spiele in Folge verloren. Der Druck ist also auf beiden Seiten enorm.  Der TVG muss sich auf eine 6:0 oder eine offensive 3-2-1-Deckung einstellen. Aber Bauer sagt: „Wir werden uns auf alles einstellen. Im Hinspiel haben wir ein paar Freie verschossen. Das darf diesmal nicht passieren.“ Bleibt abzuwarten, welches Team mit dem Druck besser umgehen kann. Wobei der TVG schon oft bewiesen hat, dass er es kann. „Es ist ein absolutes Endspiel, aber wir spielen zu Hause und da müssen wir alles raushauen“, sagt Bauer. Er kann auf seine Angeschlagenen Corak, Eisenträger und die Spieß-Brüder wohl zurückgreifen. Michael Spatz peilt das 2000. Tor für den TVG an. Es fehlen ihm noch neun Treffer.
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