Mit einer starken Leistung, vor allem in Halbzeit zwei, schoss sich der TV Großwallstadt den Frust aus den jüngst verloren gegangenen Spielen von der Seele und gewann eines der Endspiele um den Ligaerhalt. Dieser Sieg war enorm wichtig, denn nun ist die Mannschaft von Florian Bauer wieder auf Tuchfühlung mit den Nichtabstiegsplätzen.
Die Hausherren mussten neben Tomas Urban nun auch noch auf Kreisläufer Jan Blank verzichten. Er hatte sich vergangene Woche im Training den Finger gebrochen und fällt für den Rest der Saison aus. Dafür war Kapitän Florian Eisenträger wieder fit, war nie zu halten und steuerte sieben blitzsaubere Tore zum Erfolg bei. Aber auch Tom Spieß oder Mario Stark drehten so richtig auf und Jan-Steffen Redwitz im Tor erwischte einen Sahnetag. Er brachte mit seinen Paraden den gegnerischen Sturm zur Verzweiflung und hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg seiner Farben.
Zu Beginn der Begegnung waren ganz klar die Gäste am Drücker, kamen über die schnelle Mitte oder die zweite Welle zu einfachen Toren. „Wir hatten am Anfang etwas Probleme, um uns auf das Tempo des Gegners einzustellen“, sagte daher auch TVG-Trainer Florian Bauer. Erst als er keinen Wechsel im Abwehr- und Angriffsspiel vornahm, lief es besser. So peu á peu gelang es dem Gastgeber, die Marschroute zu bestimmen und nach dem 6:9 (18.) zog Gästetrainer Niels Pfannenschmidt die grüne Karte. Aber die Hausherren hatten bis dato schon Lunte gerochen und waren nicht mehr aufzuhalten. Mit 14:11 ging es in die Pause.
Nach dem Wechsel trumpfte die Bauer-Crew weiter auf und die Zuschauer sahen ein kampfbetontes, schnelles und emotional geführtes Spiel, in dem der TVG überragte. Innerhalb zehn Minuten zog er von 14:13 (32.) auf 22:15 (42.) davon. Die Gäste wollten mit einer Auszeit zu retten, was zu retten war, brachten zwischendurch immer mal wieder den siebten Feldspieler. Aber die Gastgeber ließen sich nicht aufhalten. Keeper Redwitz hielt seinen Kasten sauber, Lars Spieß die Abwehr zusammen und sein Bruder Tom und der Rest des Teams trafen aus allen Lagen, so dass am Ende ein verdienter 32:24-Erfolg stand.
Nicht nur Trainer und Mannschaft ist anschließend ein Stein vom Herzen gefallen. „Wir haben uns die ganze Woche gut auf den Gegner eingestellt und wir wollten kein enges Spiel aufkommen lassen. Das ist uns Mitte der zweiten Hälfte sehr gut gelungen. Egal, ob der Gegner den siebten Feldspieler brachte oder sonst eine Variante auf Lager hatte. Bei uns hat alles geklappt und wir sind sehr froh darüber“, so Coach Bauer.
Am Freitag muss der TVG in Essen antreten. Dieser verlor zuletzt in Bad Schwartau.
TVG:
Redwitz (1. bis 30. Minute, 34. bis 60. Minute, 18 Paraden), Kugis (0 Paraden); Spatz 6/4, Engels, Eisenträger,7 Erifopoulus, Schnellbacher, Corak 3, Stark 6, T. Spieß 7, Keck, Winkler 2, L. Spieß 1, Göpfert, Bergau.
VfL:
Mahncke (7 Paraden), Dresrüsse (1. bis 44. Minute, 8 Paraden); Brand 1, Kress 2, Dell, Tubic 1, Pröhl 1, Schmidt 3/1, Bergner, Waldhof 1, Gaubatz, Bornemann, Mestrum 6, Stefan 8, Toromanovic 1.
Schiedsrichter: Hannes/Hannes. – Zuschauer. 867. – Zeitstrafen: TVG 5 (zweimal Stark, je einmal L. Spieß, T. Spieß, Redwitz); VfL 6 (je zweimal Pröhl und Waldhof, je einmal Mestrum und Stefan). – Siebenmeter: TVG 5/4 (Spatz scheitert an Dresrüsse), VfL 4/3 (Mestrum, Kress und Schmidt scheitern an Redwitz).
Spielfilm: 1:1 (3. Minute), 2:2 (6.), 5:5 (13.), 6:9 (18.), 10:10 (24.), 12:11 (26.), 14:11 (30.); 17:14 (35.), 21:15 (39.), 23:16 (45.), 27:18 (49.) 29:20 (52.), 32:24 (60.)
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