Ein zwölfter Sieg in Folge

In diesem Jahr muss man gar nicht im Faschingstreiben unterwegs sein, um tolle Tage erleben zu können. Der TV Großwallstadt eilt nämlich in der dritten Liga weiterhin von Sieg zu Sieg und machte dabei auch vor der Rundsporthalle in Baunatal nicht halt. Gegen die einzige Mannschaft, die bislang in dieser Runde Zählbares aus Elsenfeld hatte mitnehmen können, revanchierte sich der TVG für die im September erlittene Niederlage und setzte sich vor 500 Zuschauern mit 21:29 (10:14) durch. Großwallstadt ist damit zum zwölften Mal in Serie erfolgreich und musste seit dem 29. September keinen Punkt mehr abgeben.

Auch ohne die beiden zentralen Leistungsträger Florian Eisenträger und Lars Spieß unterstrich der TVG im gut 200 Kilometer entfernten Nordhessen seine Ambitionen von Beginn an. Noch nicht einmal die ersten fünf Minuten waren vorüber, als der TVG durch drei Tore von Tom Spieß sowie je eines von Michael Spatz und Niklas Geck bereits 0:5 in Führung lag. „Wir haben Baunatal zu Beginn regelgerecht überfahren“, berichtet TVG-Trainer Manfred Hofmann, der dem Gegner durchaus attestiert, Videos im Vorhinein analysiert zu haben, allerdings habe seine Mannschaft dann einen ganz anderen Stil gespielt.

Baunatal macht Boden gut

Wie Großwallstadt vor Wochenfrist selbst sollte sich diesmal allerdings auch Baunatal, das in den letzten Wochen sehr überzeugend zu Werke gegangen war, von einem anfänglichen Rückstand nicht aus der Bahn werfen lassen. „Wir haben dann aber zum Teil auch zu fahrlässig abgeschlossen“, bekennt Manfred Hofmann, „und schon war Baunatal wieder dran.“ Wobei es dem Gastgeber in der Tat glückte, die große Kluft zwischen beiden Teams etwas zu schließen, auszugleichen oder gar selbst in Führung zu ziehen, vermochte der Hausherr allerdings nicht. Auf 5:7 und 8:9 verkürzte die Eintracht, sah sich zur Pause aber doch wieder mit einem Vier-Tore-Rückstand konfrontiert. „Die Torhüter funktionieren, die Abwehr funktioniert“, fasst Manfred Hofmann einen Teil des Erfolgsgeheimnisses in einfach klingende Worte.

Tatsächlich muss man seiner Mannschaft zu Gute halten, dass sie sich prächtig ergänzt, in den letzten Wochen viel Selbstvertrauen getankt hat und auch vermeintlich schwierige Situationen, wie nun den Ausfall zweier wichtiger Spieler, ziemlich souverän zu meistern versteht. Es darf durchaus hinterfragt werden, ob der TVG vor einigen Monaten auch zwei Punkte gegen Gelnhausen und Baunatal geholt hätte.

Erfolg mit breiter Basis

Diesmal jedenfalls ließ sich der TVG auch nach dem Pausentee nicht vom eingeschlagenen Kurs abbringen. Erfreulich, dass sich immer wieder zeigt, wie breit das Team doch besetzt ist. So wird etwa Dino Corak derzeit zunehmend auch in der Offensive zum Faktor, und Linksaußen André Göpfert hatte mit fünf Treffern aus dem Feld ebenfalls entscheidenden Anteil am Auswärtssieg. Dieser fiel mit einer Differenz von acht Toren schlussendlich sogar deutlich aus. Wobei der Hausherr zunächst auch in den zweiten 30 Minuten noch einige Zeit auf Schlagdistanz blieb. „Nach der Pause waren wir im Vergleich zur ersten Halbzeit besser“, meint Manfred Hofmann, der mit ansah, wie sein Team nach 13:16- und 14:18-Zwischenständen in Folge eines 20:23 noch einmal zulegte und dann letztendlich 21:29 gewann.

Unterfränkisches Duell

Zu bestätigen gilt es die derzeit gute Form und die Tabellenführung gleich am nächsten Wochenende wieder, abermals auswärts. Am Samstag wird der TVG dann um 19:30 Uhr beim HSC Bad Neustadt zum fränkischen Derby antreten. Der Hausherr hat seit Anfang November sieben seiner acht Spiele verloren.

GSV Eintracht Baunatal – TV Großwallstadt 21:29 (10:14)

GSV Eintracht Baunatal: Horn, Paar; Weiß, Rehberg 1, Rulff, Plümacher 3, Schade, Vogel 3, Willrich, Geßner 6/1, Gabriel 7/1, Drönner 1.

TV Großwallstadt: Koppmeier, Podsendek, Kuģis; Spatz 9/3, Geck 3, Blank, Raab, Schnellbacher 2, Corak 3, Stark 2, T. Spieß 4, Winkler 1, Göpfert 5.

Zuschauer: 500 in der Rundsporthalle in Baunatal. – Schiedsrichter: Bona/Frank. – Siebenmeter: 5/2:4/3 (Vogel vergab zweimal, Geßner einmal – Spatz scheiterte). – Zeitstrafen: 4:8 Minuten (Rehberg, Plümacher – Schnellbacher, Corak, Stark, T. Spieß).

 

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