Der frühere Eishockeynationalspieler Nikolaus Mondt zog am Dienstag in Düsseldorf die Lose für die erste Hauptrunde im DHB-Pokal und hat es mit dem TV Großwallstadt gut gemeint. Auch in diesem Jahr findet diese Etappe des Wettbewerbes wieder in Final Four-Turnierform statt. Dabei werden die beiden Halbfinalpaarungen, die plangemäß in Rodgau ausgetragen werden, EHV Aue gegen HSG Rodgau Nieder-Roden sowie TV Großwallstadt gegen HSG Wetzlar heißen. Der der Auslosung beiwohnende Justiziar der Handball-Bundesliga (HBL) und ehemalige Torwart von Weltklasseformat Andreas Thiel spricht von einer „hochinteressanten Gruppe, in der Wetzlar favorisiert, aber noch nicht ganz durch“ sei.

Die Ermittlung der Turnierteilnehmer fand in einer Nord- und einer Südgruppe statt, die sich beide aus je 32 Teams zusammensetzen. Dabei kamen vier Töpfe zum Einsatz, aus denen Lose gezogen wurden. In Topf 1 waren die Erstligisten von Rang 1 bis 16 (Wetzlar), in Topf 2 die Zweitligisten von Platz 1 bis 16 (Aue), in Topf 3 die Bundesligisten auf Rang 17 und 18, die Zweitligisten von Platz 17 bis 20, die beiden besten Drittligisten jeder Staffel und zwei Teilnehmer aus dem DHB-Amateurpokal (Großwallstadt) sowie in Topf 4 die dritte Liga ab Rang 3 (Rodgau Nieder-Roden). Erstzugriff auf das Heimrecht hat das Team aus dem vierten Topf, das dieses allerdings abgeben kann. Spätestens der Bundesligist, in diesem Fall also Wetzlar, müsste die drei anderen Teilnehmer bei sich begrüßen. Der Spielleiter der HBL, Andreas Wäschenbach, geht davon aus, dass bis Ende des laufenden Monats Juni die Spielorte feststehen.

„Spiele gegen den TV Großwallstadt sind aufgrund der gemeinsamen Erstligahistorie immer etwas Besonderes und deshalb freuen wir uns über dieses Los“, wird Wetzlars Geschäftsführer Björn Seipp auf der Homepage der Mittelhessen zitiert. Sein Pendant beim TVG, Walter Klug, sieht dem Pokal ebenfalls gespannt entgegen: „Das ist eine Woche vor dem Saisonstart ein letzter echter Härtetest. Favorisiert ist sicherlich Wetzlar, aber im letzten Jahr in Großwallstadt haben wir ja gesehen, wie eng es zugehen kann.“

Die große Auslese: 16 aus 64 Teams bleiben übrig

16 Turniere werden am 18./19. August in einer Nord- und einer Süd-Gruppe ausgespielt. Genannt sind im Folgenden jeweils die Halbfinalpartien, wobei prinzipiell der unterklassigste Verein Gastgeber sein wird:

Gruppe Nord

Turnier 1: Kiel – Essen, Dormagen – Northeim
Turnier 2: Leichlingen – Leipzig, Dessau-Roßlau – Spenge
Turnier 3: Potsdam – Wilhelmshaven, Hamburg – Minden
Turnier 4: Schwerin – Altenholz, Hannover-Burgdorf – Hagen
Turnier 5: Nordhorn-Lingen – Flensburg/Handewitt, Ferndorf – Schalksmühle-Halver
Turnier 6: Emsdetten – N-Lübbecke, Oranienburg – Berlin
Turnier 7: Krefeld – Hamm, Neustadt/Grömitz – Lemgo
Turnier 8: Magdeburg – Lübeck/Schwartau, Hannover-Burgwedel – Hildesheim

Gruppe Süd

Turnier 1: Hüttenberg – Elbflorenz, Rhein-Neckar-Löwen – Fürstenfeldbruck
Turnier 2: Gummersbach – Leutershausen, Kornwestheim – Coburg
Turnier 3: Göppingen – Konstanz, Haßloch – Balingen-Weilstetten
Turnier 4: Rhein Vikings – Melsungen, Longerich – Eisenach
Turnier 5: Bietigheim – Hanau, Erlangen – Groß-Bieberau/Modau
Turnier 6: Aue – Rodgau Nieder-Roden, Großwallstadt – Wetzlar
Turnier 7: Heilbronn/Horkheim – Oftersheim/Schwetzingen, Stuttgart – Rimpar
Turnier 8: Ludwigshafen – Pfullingen, Saarlouis – Bergischer HC

Die Turniersieger stehen am 16./17. Oktober im Achtelfinale. Die dann noch verbleibenden acht Teams treten am 4./5. oder 17./18. Dezember zum Viertelfinale an, ehe am 6. und 7. April 2019 das Final Four wartet.

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