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50 Minuten ebenbürtig und mehr

In Dresden spielte der TV Großwallstadt über weite Strecken der Partie erneut gegen einen Konkurrenten, den HC Elbflorenz, gefällig auf, musste sich allerdings 26:31 (15:11).geschlagen geben. Dabei hatte der TVG nicht nur über weite Strecken der Partie geführt, sondern hielt eingangs der letzten zehn Minuten noch ein Remis. Auswärts aber fehlen dem TVG diese Runde Glück und Durchhaltevermögen. Somit wartet der Aufsteiger seit dem Erfolg im März in Magdeburg weiterhin auf neuerliche Auswärtspunkte.

Redwitz kaum zu überwinden

Dabei hatte der Vergleich beim zuvor hinter dem TVG in der Tabelle platzierten HCE ausgesprochen vielversprechend begonnen. Keine fünf Minuten waren gespielt und Jan-Steffen Redwitz hatte bereits zwei Strafwürfe des Gastgebers unschädlich machen können. Überhaupt zählte der Schlussmann in den ersten Minuten zu den auffälligsten Spielern seines Teams und trug federführend zum Start nach Maß bei.

Dass Großwallstadt auf André Göpfert (frischgebackener Vater), Jan Blank (Platzwunde am Kinn) und Antonio Schnellbacher (Leiste) sowie den Langzeitverletzten Louis Markert (Hand) verzichten musste, schien zumindest zu Beginn keine entscheidende Rolle zu spielen. Wobei die Feldspieler einige Minuten brauchten, ehe ihre Visiere justiert waren. Fünfmal hatte Redwitz bereits pariert, ehe Roman Bečvář der Ausgleichstreffer gelang. Wie in dieser Szene kam der HCE zu Beginn immer wieder über den Kreis zu Chancen. Nach einem 1:2-Fernwurftor durch Engels stellte Elbflorenz sogar zwischenzeitlich auf 4:2 um.

Großwallstadt ließ sich allerdings weder durch die kurzzeitige Tempoverschärfung der Sachsen noch einen kurzzeitigen Ausfall von Mario Stark aus dem Konzept bringen und stellte durch fünf Tore in Folge noch im ersten Spielviertel bis auf 4:7 um. Ein Rückstand, von dem sich das Heimteam um Trainer Christian Pöhler zumindest in der ersten Hälfte nicht mehr erholte. Zur Pause führte Großwallstadt 11:15.

Zehn Minuten kippen Spiel

Wie eine Woche zuvor lag der TVG auswärts mit vier Toren Unterschied vorne, und wie in der Vorwoche hatte er überzeugt. Vor allem in der Deckung wusste die Mannschaft zu gefallen. Auch wenn sie in den abschließenden Minuten der Halbzeit einige Male Dino Corak am Kreis in Szene gesetzt hatte, wäre eine höhere Führung möglich gewesen, hätte der TVG mehr der sich bietenden Chancen genutzt.

Dennoch hatte der Gast allen Grund, mit breiter Brust in die zweite Halbzeit zu gehen, konnte seinen Vorsprung allerdings nur bis zu einem 12:17-Zwischenstand verteidigen. Plötzlich agierte der Gast fahrig, verlor einige Bälle und erlaubte es Elbflorenz binnen nur vier Minuten auszugleichen. War es vor Wochenfrist Antonio Metzner, der entscheidende Tore warf, war es diesmal mit Nils Kretschmer abermals ein früherer Großwallstädter Rückraumspieler, der richtungsweisende Tore erzielte. Der TVG hatte allerdings noch eine Antwort parat, versäumte es allerdings zum 18:22 zu treffen. Nach einem 21:21 ging der TVG durch den effizienten Dino Corak beim 22:23 letztmals in Front, kassierte aber trotzdem in den abschließenden Minuten noch eine deutliche Niederlage, die doch einige ratlose Gesichter zurückließ.

Hamburg kommt zum TVG

Unmittelbar nach dem Spiel begab sich der TVG, der erst am Spieltag selbst angereist war, auf die fast 500 Kilometer lange Rückfahrt. Zurück in Großwallstadt hat er eine Woche Zeit, sich auf das Heimspiel am nächsten Samstag, um 19:30 Uhr in Elsenfeld, gegen den Mitaufsteiger HSV Hamburg vorzubereiten.

HC Elbflorenz Dresden – TV Großwallstadt 31:26 (11:15)

HC Elbflorenz Dresden: Halfmann, Huhnstock; Pulay 1, Jurgeleit 3, Emanuel 2, Dierberg 2, Gugisch 4, Buschmann, De Santis 1, Flödl 2, Kretschmer 7/1, Hoffmann, Gress 4, Bečvář 2, Quade 2, Pechstein 1.

TV Großwallstadt: Redwitz, Kuģis; Spatz 3/1, Engels 3, Eisenträger 3, Erifopoulos, Urban 2, Corak 5, Stark 2, T. Spieß 4, Keck, Winkler 1, L. Spieß 3.

Zuschauer: 1646 in der Ballsport-Arena in Dresden. – Schiedsrichter: J. Lier/M. Lier. – Siebenmeter: 3/1:3/1 (Jurgeleit und Pulay scheiterten – Spatz vergab zweimal). – Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Kretschmer, Pechstein, Buschmann – Eisenträger, Urban). – Disqualifikation: L. Spieß (TVG, 56.) nach Foulspiel.

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