Dieses Wochenende steht der 34. Spieltag an und die Hatz um Punkte geht weiter. Spannend bleibt es an der Tabellenspitze und am Ende gibt es weiter ein Hauen und Stechen im Kampf um den Klassenerhalt. Mittendrin der TV Großwallstadt. Er hat sich vergangene Woche daheim im Spiel gegen den VfL Eintracht Hagen etwas Luft verschafft, ist aber noch lange nicht aus dem Schneider. Wichtig wäre es deshalb, in Essen nachzulegen. Allerdings wird es für den TVG schwer werden, denn neben Tomas Urban und Jan Blank hat sich auch noch Lars Spieß (Nasenbruch) verletzt. Die personelle Situation ist angespannt, doch Florian Bauer sagte: „ Es nutzt alles Jammern nichts. Es geht immer weiter.“

Das Hinspiel im vergangenen November zwischen den beiden Altmeistern gewann der TVG mit 36:33. Damals kam Essen als Spitzenreiter an den Untermain und verlor gegen ein sehr gut aufspielendes Bauer-Team. Für Essen lief es in der Folge nicht mehr so gut, denn sie verloren fünfmal hintereinander. Damit waren die Titelträume geplatzt. Derzeit steht die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert auf dem siebten Tabellenplatz und muss noch neben dem TVG gegen Balingen, Ferndorf, Hamm und Hamburg spielen. Für ganz oben wird es nicht mehr reichen und nach unten passiert sicher auch nicht mehr viel. „Essen hat eine gute Truppe beisammen und sie wollen sich sicherlich für die Hinspiel-Niederlage revanchieren. Aber – man hat es jetzt bei Liverpool gesehen – es kann alles passieren, es ist alles möglich“, sagt Lars Spieß. Seine Kollegen werden sicher mit einer „jetzt erst recht“-Einstellung nach Nordrhein-Westfalen fahren. Auch Florian Bauer will auf jeden Fall „den Schwung von Hagen Richtung Essen mitnehmen. Wir wissen um unsere Situation. Aber der letzte Sieg hat uns Selbstvertrauen gegeben und war auch in der Höhe verdient. Genau so müssen wir in Essen agieren.“

Die Gastgeber sind, wie Hagen auch, gut im Gegenstoß, sind schnell auf den Beinen und haben ein gutes Rückzugsverhalten. Zuletzt kamen sie mit einer Niederlage aus Bad Schwartau zurück, werden sich nun einen Heimsieg erspielen wollen. Der TVG ist gewarnt. Er muss erneut im Kollektiv gut auftreten und seine Chancen nutzen. Und wenn Jan-Steffen Redwitz wieder so gut hält wie zuletzt oder Arturs Kugis gegen Aue, dann wird es für jedes Team schwer. Lars Spieß sagt: „Wir haben nichts dagegen, wenn Jan-Steffen Redwitz wieder 18 Paraden hat oder Arturs Kugis wieder so überragend hält wie gegen Aue.“ Sein Trainer Bauer meinte: „Wir sind auf alles eingestellt, wissen um deren Stärken. Entscheidend wird unsere Abwehr sein. Aber wir müssen auf uns schauen, unsere Leistung abrufen und wieder alles geben.“

Teilen auf