Foto: Günter Ohlig

Deutlicher Heimsieg gegen Wilhelmshaven

Das TVG-Team hat am Samstag in der Untermainhalle in einem Spiel mit viel Leidenschaft  Wiedergutmachung betrieben und die 1305 Zuschauer begeistert. Sie waren der Rahmen für eine tolle Atmosphäre in der Halle und Rückhalt für zwei wichtige Punkte für die Tabelle und für das Selbstvertrauen des Bauer-Teams.  Mit einer konzentrierten Leistung in der Abwehrarbeit und einer guten Spielkultur im Angriff gelang ein auch in der Höhe verdienter 30:22 Heimsieg. Die beiden Punkte haben zwar in der Tabelle noch nicht viel verändert, sie können aber Start für einen neuen Trend des TVG-Teams sein.

Redwitz wertvoller Rückhalt

Dabei sah es zu Beginn der Partie nicht sonderlich rosig für Großwallstadt aus. Florian Eisenträger steht nach seinem Handbruch vor zwei Monaten nach wie vor nicht zur Verfügung, und zudem verletzte sich nun auch noch Dino Corak. Der in der bisherigen Saison sehr überzeugende Kreisläufer laboriert an einer Verletzung des Sprunggelenks. Dementsprechend begann der TVG mit André Göpfert und Jan Blank.

Die neu zusammengestellte Formation hatte zunächst Mühe und lag nach nicht ganz fünf Minuten mit 1:3 im Hintertreffen. Gestützt auf Torhüter Jan-Steffen Redwitz, der an diesem Abend bester Mann auf dem Feld war, kamen die Hausherrn dann allerdings besser ins Spiel, glichen auf 3:3 aus und ließen überhaupt den WHV im ersten Durchgang zu keinem Zeitpunkt auf mehr als zwei Treffer Unterschied davonziehen.

„Ich war in der ersten Halbzeit sauer“, bekannte Gästetrainer Christian Köhrmann, „wir haben viele Sachen nicht umgesetzt: im Abwehrspiel, im Rückzugsverhalten und im Angriff beim Zug zum Tor.“ Gar soweit, sich für die Leistung seiner Mannschaft zu entschuldigen, ging der Gästetrainer. Der Gastgeber war freilich gerne großmütig, zumal es dem Hausherrn gelang, kurz vor dem Pausenpfiff sogar in Front zu ziehen. Der 13:12-Pausenstand durch Michael Spatz war gleichzeitig der erste Vorsprung des TVG.

TVG gibt Führung nicht ab

Zu diesem Zeitpunkt hatte unter den 1305 Zuschauern in Elsenfeld wohl noch so gut wie keiner damit gerechnet, dass Großwallstadt bis zum Schlusspfiff die Führungsrolle auch nicht mehr abgeben sollte. „Es war ziemlich harte Arbeit“, bekannte TVG-Trainer Florian Bauer, „aber genauso stellen wir uns das vor.“

In die Karten spielte dem Hausherrn, dass Wilhelmshaven in den zweiten 30 Minuten immer wieder zu ungestüm agierte, was die beiden Unparteiischen reihenweise mit Zeitstrafen und Siebenmetern quittierten. Dass vor allem Michael Spatz, aber auch Lars Spieß, elf von zwölf Strafwürfen verwandelten, war ein weiterer Grund, warum der Sieger an diesem Abend schlussendlich Großwallstadt war.

Spätestens als Großwallstadt Mitte des zweiten Durchgangs von 17:15 auf 22:16 davonzog, begann der Erfolg allmählich konkrete Formen anzunehmen. Der TVG, der mannschaftlich geschlossen überzeugend agierte, ließ sich nun trotz einer  zwischenzeitlich verkleinerten Führung die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und feierte begeistert einen zweiten Sieg der Saison.

„Wir hatten uns vorgenommen, wieder besser in der Abwehr zu spielen, was bei 22 Gegentoren geklappt hat“, freute sich Heimtrainer Florian Bauer, „zudem sind kaum Fehler passiert, jeder, der reingekommen ist, hat seine Sache gut gelöst, und selbst als es noch einmal knapp wurde, haben wir alles richtig gemacht.“ Lobend erwähnte er, dass sich auch Youngster Christos Erifopoulos mit zwei Toren sehr gut ins Spiel einfügte.

Bei der Wahl des TVG- Spielers des Tages hatte Michael Spatz schließlich knapp vor Jan-Steffen Redwitz die Nase vorn.

Zuerst Coburg, dann Aue

Zusätzlicher Rückenwind für eine anstrengende nächste Woche, in der Großwallstadt zunächst am Freitag in Coburg und dann am Sonntagnachmittag, ab 17 Uhr in Elsenfeld, gegen den EHV Aue auflaufen wird.

 

TV Großwallstadt – Wilhelmshavener HV 30:22 (13:12)

TV Großwallstadt: Redwitz 1, Kuģis; Spatz 12/10, Engels 1, Blank, Erifopoulos 2, Schnellbacher, Urban 1, Stark 2, T. Spieß, Keck, Winkler 6, L. Spieß 2/1, Göpfert 3.

Wilhelmshavener HV: Doden, Lüpke; ten Velde 3/1, Maas 1, Lehmann 3, Postel, Schauer, Vorontsov 1/1, Köhler, Kozul 1, Schwolow 5, Andrejew 1, Drechsler 6, Pust 1.

Zuschauer: 1305 in der Untermainhalle in Elsenfeld. – Schiedsrichter: Hörath/Hofmann. – Siebenmeter: 12/11:3/2 (Spatz scheiterte – ten Velde vergab). – Zeitstrafen: 04:14 Minuten (Göpfert, Blank – Pust zweimal, Lehmann, ten Velde, Maas, Postel, Scha

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